Leseprobe: IGEL-Team Band 27

Endlich Osterferien. Die Kinderdetektive Ingo, Georg, Enzo und Lisa möchten einige schöne Tage mit ihren Zelten an einem Waldsee verbringen. Sie entdecken eine Ruine und in der Nacht zwingt sie ein heftiges Unwetter dazu, Schutz in den zerfallenen Gemäuern zu suchen. Doch dort machen sie eine seltsame Entdeckung, die sie in ein spannendes Abenteuer führt.

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3. Die Ruine
Das Zeltlager war errichtet und das Schlauchboot war aufgepumpt und lag am Ufer für die Fahrt bereit. Die Kinder zogen ihre Schwimmwesten über, setzten sich ins Boot und ruderten gemächlich auf den See hinaus, auf dessen glatter Wasseroberfläche sich die umliegenden Bäume und der wolkenbehangene Himmel spiegelten. Frische Waldluft und der melodische Gesang der Vöglein umgaben sie. Georg hatte die Ruder übernommen. Enzo spähte mit dem Fernglas in den umliegenden Wald. Lisa und Ingo krempelten ihre Hosenbeine hoch und ließen ihre nackten Füße über den Bootsrand ins kühle Wasser baumeln.
Enzo grinste breit. »Pass auf deinen Kopf auf, Lisa. Das Boot würde untergehen, sobald du …«
Lisa klopfte ihm auf den Oberarm, worauf er seinen Satz abbrach. »Aua! Du siehst nicht nur streng aus, du bist auch streng«, klagte er mit schmerzverzerrter Miene. »Deine neue Frisur hat dich wirklich zu deinem Nachteil verändert, Lisa.«
»Ja«, lachte Lisa. »Merk dir das gut fürs nächste Mal.«
Langsam ruderten sie eine Weile über den See und lauschten in die Stille, bis Enzo plötzlich in eine Richtung zeigte. »Hey, seht mal! Zwischen den Bäumen da vorne schimmert etwas Rötliches durch!«
»Zeig mal her, bitte«, bat Ingo um das Fernglas und spähte hindurch. »Hm. Das sieht wie Mauerwerk aus?! Es könnte eine Mauer oder ein Gebäude sein?!«
»Lasst mich mal sehen.« Lisa nahm das Fernglas und schaute selbst hindurch. »Es sind Mauern. Oben sieht man ein Dach. Es muss ein Gebäude sein. Man sieht es nicht richtig, weil es von den Bäumen verdeckt wird.«
»Kein Problem.« Georg wendete das Boot. »Wir fahren einfach hin und sehen es uns mal genauer an. Vielleicht machen wir eine interessante Entdeckung?!«
Nach vielen kräftigen Ruderschlägen näherten sie sich dem Ufer und erkannten zwischen den Bäumen die rotbraunen Sandsteinmauern. Gemeinsam zogen sie das Boot ans Ufer und befestigten es mit der Kordel an einem Baum, um es vor möglichen Winden zu schützen.
Lisa blickte am Ufer entlang. »Wo sind wir überhaupt? Und wo stehen eigentlich unsere Zelte?«
Ingo sah sich nach dem Zeltplatz um. »Da vorne ist unser Lager. Es liegt ein paar Hundert Meter von hier entfernt. Ohne das Boot hätten wir dieses Gebäude bestimmt nie entdeckt.«
Sie wendeten sich den Mauern zu, liefen zwischen den Bäumen hindurch und standen vor einem einstöckigen Gebäude, das teilweise eingestürzt war.
»Es sieht fast wie eine kleine Schlossruine aus«, glaubte Lisa. »Nicht aufgrund der Höhe oder Größe, aber aufgrund der Sandsteinmauern.«
»Oje. Das Dach ist teilweise heruntergebrochen. Wir sollten echt gut aufpassen. Es scheint sehr baufällig zu sein«, warnte Ingo. »Wir könnten in den Boden einbrechen oder uns könnte im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf fallen.«
Vorsichtig traten sie durch die offene Tür ...


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